Freie Architektin und Bausachverständige Anne-Kathrin Gross
Sachverständige für Bautenschutz / Bausanierung ▪ Schäden an Gebäuden ▪ Holzschutz 
Fachplaner für Bauwerksinstandsetzung nach WTA ▪ Baumediatorin
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Bauwerksabdichtung

Abdichtung einer Weißen Wanne

In ein Technikgebäude für Fermeldetechnik war durch aufstauendes Sickerwasser im Erdreich Wasser in den Hohlraumboden eingedrungen. Die Wandkonstruktion des Gebäudes besteht aus einer Weißen Wanne als Dreifachwand-Konstruktion. Bei den Voruntersuchungen und Freilegung des erdberührten Gebäudebereiches konnten an der Konstruktion verschiedene Betonierfehler festgestellt werden. Unter anderem waren die Fugen der Wandelemente sowohl vertikal als auch in einigen Bereichen horizontal offen. Die Sanierung erfolgte als Verschluss der Fugen mit Sperrmörtel und Fugendichtbändern "Swelltite" mit Verblechung. Nach Systemvorgaben des Herstellers wurde zusätzlich eine Flächenabdichtung aus EPDM- Bahnen geklebt.


Sockelabdichtung eines Gründerzeitgebäudes

Nach vermehrten Feuchteproblemen im Erdgeschoss, verbunden mit Schimmelpilzwachstum über den Sockelleisten des Fußbodens, wurde die Untersuchung und Sanierung des Sockels beauftragt. Das in das Erdreich einbindende Mauerwerk ist freigelegt worden. Die Fugen wurden von losen Bestandteilen befreit und neu vermörtelt. Auf einer Ausgleichsputzschicht ist die Bauwerksabdichtung nach Systemvorgaben aufgetragen worden. Der Sockelbereich wurde wegen labortechnisch festgestellter Salzbelastung mit einem Sanierputz nach WTA geputzt. Die hervorstehende Sockelkante erhielt bei der Sanierung eine Blechabdeckung mit Aufkantung, bis auf welche der Fassadenputz herangearbeitet wurde. Zur Vermeidung hoher Spritzwasserbelastung und besserer Wasserableitung ist ein Kiestraufstreifen angelegt worden. Die in den Kiestraufstreifen einbindende untere Putzkante wurde ca. 5 cm über Kies mineralisch abgedichtet.


Betonvorsatzschale für Bauwerksabdichtung

Bei dem Gebäude handelt es sich um ein nichtunterkellertes Mehrfamilienwohnhaus mit Baujahr 1903. Bei diesem Sanierungsobjekt wies das erdberührte Mauerwerk starke Zerklüftungen und Fehlstellen auf. Aus diesem Grund wurde eine Vorsatzschale aus Beton in Verbund mit dem alten Mauerwerk durch Verblendsanieranker errichtet. Zusätzlich erfolgte unter der Fußbodenebene des Erdgeschosses eine Horizontalabdichtung durch Druckinjektion. Im erdberührten Bereich wurde mit einer kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung abgedichtet, die zur mineralisch ausgeführten Sockelabdichtung einen Überlappungsbereich ausweist.


Türabdichtungen

Besonderes Augenmerk bei den Abdichtungsarbeiten ist auf die Abdichtung des unteren Türabschlusses zu verwenden, da sie eine der häufigsten Ursachen für Feuchteeintritt in Gebäude ist. Im vorliegenden Sanierungsfall bestand der Hauseingang aus einer Massivtreppe mit Wangenmauerwerk. Diese Treppenanlage musse wegen massiver Feuchteschäden abgebrochen werden, da keine Bauwerksabdichtung vorhanden war. Im Zuge der Erneuerung der Treppenanlage als Stahl-Stein-Treppe wurde der untere Türanschluss unter dem vorhandenen Wärmedämmverbundsystem mit EPDM-Folie abgedichtet und eine neue Schwelle eingefügt.